OPENSTACK – DAS BETRIEBSSYSTEM FÜR MULTI-CLOUD-INFRASTRUKTUREN

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In den letzten Jahren hat sich OpenStack zum führenden Cloud-Betriebssystem entwickelt. Wie kommt es zu dieser Entwicklung? Ganz einfach. Um das Risiko mit nur einem Cloud Provider zu reduzieren, ist es einfach ratsam, dass man sich mit Multi-Cloud-Infrastrukturen auseinandersetzt sowie Know-how aufbaut. Zwangsläufig stößt man dabei auf OpenStack.

Die Zahl der Implementierungen ist um 44 Prozent gestiegen. Neben den Implementierungen steigt auch die Skalierung und die Nutzerbasis von OpenStack. 32 Prozent der Nutzer sind Unternehmen mit mindestens 10.000 Mitarbeitern. Für den Mittelstand scheint OpenStack nach wie vor zu komplex zu sein. Das liegt unter anderem auch daran, dass Fachkräfte mit OpenStack-Expertise immer noch Seltenheitswert haben.[1]

Die Mehrzahl der Implementierungen findet derzeit im Technologiesektor statt. 56 Prozent der Unternehmen gehören dieser Branche an und 16 Prozent der Nutzer stammen aus dem Bereich Telekommunikation. 11 Prozent der Anwender kommen aus dem Bereich Forschung und Universität. 2 Prozent gehören Regierungen oder Verteidigung an. Damit bleiben 9 Prozent “Andere” Nutzer darin sind zum Beispiel Web-Hosting, Medien, Beratung oder Werbung enthalten. Herstellung/Industrie sowie Finance und Retail halten jeweils 2 Prozent der Installationen.[2]

Der wachsende Einsatz von OpenStack bezieht sich auch auf den Umfang, der bei einer Organisation auf OpenStack laufenden Gesamtinfrastruktur. Im Durchschnitt betreiben OpenStack-Nutzer 61 bis 80 Prozent der Infrastruktur auf OpenStack.[3]

Trends und Marktdurchdringung

Der nachfolgenden Abbildung kann man entnehmen, dass die Nutzung und Akzeptanz von Cloud-Diensten in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen hat und nicht mehr wegzudenken ist.


Abbildung 1: Mehr Unternehmen nutzen die Wolke[4]

Schnell wird man auch bei weiterer Betrachtung mit den Global Playern konfrontiert, die den Markt scheinbar bereits unter sich aufgeteilt haben. Auffällig ist, dass das Geschäft bislang von einem einzigen Player dominiert wird: Amazon. Die Wettbewerber Google, IBM und Microsoft können nicht einmal in Summe annähernd mithalten (siehe Abbildung 2).[5]

Abbildung 2: Amazon dominiert das Cloud-Geschäft [6]

Dieses Ungleichgewicht hatte bereits vor Jahren zur Folge, dass sich als Gegenpol alle namhaften kommerziellen Anbieter von Hard- und Software Rechenzentren der OpenStack-Community angeschlossen haben. Dazu zählen auch Intel, Hewlett-Packard, SAP, Oracle und Adobe. Dieses Involvement resultiert jedoch nicht aus Idealismus, sondern aus Kalkül: „Such actions are comparable to giving away the razor (the code) to sell more razor blades (the related consulting services […])“.[7] Insbesondere für kleinere Anbieter dient ein Engagement in wichtige Open-Source-Projekte als „marketing tool to increase brand recognition“.[8]

Für Endkunden bedeutet diese breite Herstellerunterstützung mittlerweile eine langfristige Pflege und den kontinuierlichen Ausbau der Plattform, ohne sich im Bereich der Basis-Infrastruktur von einzelnen Herstellern abhängig zu machen. OpenStack hat sich seit 2013 rasant entwickelt. Am letzten Release „Liberty“ waren fast 2.000 Entwicklerinnen und Entwickler beteiligt.[9]

Wie lässt sich eine Cloud-Infrastruktur im Unternehmen einfach bereitstellen und wie können OpenStack Multi-Cloud-Infrastrukturen verwaltet werden?

Auf der Suche nach einem passenden Cloud-Betriebssystem wird man zwangsläufig bei Amazon oder bei OpenStack landen. Für deutsche IT-Entscheider lautet die Antwort jedoch immer häufiger „OpenStack“, wie bereits 2014 eine Studie von Crisp Research zeigte.[10]

Für ein erstes Test-Lab kann man OpenStack auf einer virtuellen Maschine installieren. Dieses Tutorial zeigt einem die OpenStack-Installation auf Ubuntu.

Eine der besten Möglichkeiten herauszufinden, wie OpenStack funktioniert, ist die Installation auf einem einzelnen Computer. Die OpenStack-Webseite bietet hierzu eine Anleitung. Doch die vielen Einzelschritte und einige Ungenauigkeiten können einem die Installation etwas erschweren. Man kann sich zum Beispiel auch nicht einfach per apt-get den Weg durch die Installation bahnen. Als Alternative gibt es noch einen grafischen Schritt-für-Schritt-Wizard. Dafür benötigt man aber fünf einzelne virtuelle Maschinen.

Während der OpenStack-Installation ist mit einigen Fehler zu rechnen. Deshalb empfehlen wir das Vorgehen nach den folgenden Installationstipps.

Voraussetzungen für die OpenStack-Installation

Für den Anfang ist es ratsam, zunächst einen Blick auf die Anleitungen der offiziellen OpenStack-Webseite zu werfen. Hier gibt es auch einen Installation Guide for Ubuntu 14.04. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollte man sich soweit wie möglich an dieses Dokument halten. Als OpenStack-Version kam OpenStack Kilo zum Einsatz.

Die einfachste Arbeitsumgebung besteht aus einem Computer-Knoten und einem Controller Node. Anders als in Produktivumgebungen kommen also keine separaten Storage- (Object oder Block Storage) oder Netzwerkknoten zum Einsatz.

Die grundlegenden Schritte zur OpenStack-Installation sehen folgendermaßen aus:

1. Aufbau einer grundlegenden Umgebung aus Datenbank und Host-Dateien;
2. Installation des Identity Service;
3. Installation des Image Service;
4. Installation des Computer Service;
5. Installation des Dashboards, um sich am lb-Interface anmelden zu können.

Ein detailliertes OpenStack-Tutorial finden Sie hier.[11]

FAZIT

Die Motivation für den Einsatz von OpenStack liegt bei der Schaffung von Wettbewerbsvorteilen wie höhere Innovationsgeschwindigkeit und die Vermeidung der Bindung an nur einen Lieferanten durch eine Multi-Cloud-Infrastruktur. Damit werden Kostenersparnis und betrieblicher Effizienzzuwachs als Hauptargumente abgelöst.[12]

QUELLEN

[1] Vgl. www.silicon.de/41645329/unternehmen-setzen-immer-mehr-auf-openstack/, Abruf am 24.04.2017
[2] https://www.openstack.org/assets/survey/April2017SurveyReport.pdf, Abruf am 25.04.2017
[3] https://www.openstack.org/assets/survey/April2017SurveyReport.pdf, Abruf am 25.04.2017
[4] Entnommen aus KPMG, Bitkom
[5] Entnommen aus: Synergy Research Group (2016)
[6 Entnommen aus: Synergy Research Group (2016)
[7] Lerner (2012), S. 43
[8] Vgl. Dahlander / Magnusson (2008), S. 638
[9] Vgl www.stackalytics.com, Abruf am 06.04.2017
[10] Vgl. http://www.computerwoche.de/a/openstack-ist-in-deutschen-unternehmen-angekommen,3070600, Abruf am 06.04.2017
[11] Vgl. http://www.searchdatacenter.de/lernprogramm/Schritt-fuer-Schritt-Anleitung-zur-OpenStack-Installation-auf-Ubuntu, Abruf am 06.04.2017
[12] https://www.openstack.org/assets/survey/April2017SurveyReport.pdf, Abruf am 25.04.2017

LINKS

OpenStack: http://www.openstack.org
Definition: http://www.searchdatacenter.de/definition/OpenStack
OpenStack Tutorial – Installation des Test Laps: http://www.searchdatacenter.de/lernprogramm/Schritt-fuer-Schritt-Anleitung-zur-OpenStack-Installation-auf-Ubuntu

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